Motivierendes Marketing. Klare Kommunikation. Fundiertes Fundraising.

Ehrenamtliches Engagement – ein Akt der Solidarität in Zeiten einer Pandemie?

Jetzt haben wir bereits seit gut einem Jahr einen stark veränderten Lebensalltag. Auch im Bereich der Freiwilligenarbeit und des ehrenamtlichen Engagements hat sich viel getan.

Wie genau funktioniert denn das Ehrenamt unter den Voraussetzungen von Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen? Wie kommen Organisationen an neue Freiwillige und wie können die Bestehenden auch weiterhin gehalten werden?

Für diese und weitere Fragen zum Thema konnte ich in der aktuellen Folge meines Podcast „NGO mit Oh!“ mit den beiden Expertinnen aus dem Bereich der Freiwilligenarbeit in München sprechen: Frau Dr. Gerlinde Wouters, der Geschäftsführerin der Förderstelle für Bürgerschaftliches Engagement und Frau Renate Volk, der Leiterin der Freiwilligenagentur Tatendrang.

Seit Beginn der Pandemie ändert sich das ehrenamtliche Engagement nahezu „laufend“. Noch vor dem ersten Lockdown setzten viele Engagement-Bereiche sehr stark auf den persönlichen Kontakt. Dies war von jetzt auf gleich praktisch nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt möglich. Besonders in den Bereichen der Lernunterstützung, der Krankenbesuche oder auch des Engagement in Gemeinschaftsunterkünften waren vor allem ältere Freiwillige aktiv, und diese mussten ihren Einsatz stoppen.

Aber an Aufgeben war dennoch nicht zu denken. So sind Ehrenamtliche, Organisationen sowie Freiwilligenagenturen und Förderstellen hoch engagiert, neue Formen der Unterstützung zu entwickeln – digital und draußen.

Kreativität war und ist mehr denn je gefragt: Angebote wie Telefon- oder Brieffreundschaften mit Seniorinnen und Senioren, Einsprechen von Hörbüchern für kranke Kinder, digitale Lernunterstützung oder Hofkonzerte, auf denen Freiwillige im Freien vor den Balkonen des Altenheims musizieren. Dies ist nur eine kleine Auswahl, dessen, wie sich das Engagement für- und miteinander zeigt.

Da persönliche Begegnungen leider immer noch kaum möglich sind, ist seitdem eine digitale Kommunikation via Telefon, E-Mail oder Video enorm wichtig geworden.

Aber nicht alle haben die nötige Ausstattung. Oder es mangelt an Know-how, wie damit umzugehen ist. Das betrifft nicht selten die Freiwilligen, aber auch die Mitarbeitenden in den Organisationen.

Darüber hinaus macht Corona die tägliche Arbeit doch auch aufwändiger in der Planung, da sich die Rahmenbedingungen und geltenden Regelungen ständig ändern. Absprachen im Home Office sind nicht selten langwieriger als die kurzen Wege im Büro.

Doch gibt es auch positive Entwicklungen durch Corona?

Die digitale Wachstumskurve der Organisationen und Teams seit 2020 ist enorm.

Ebenso ist auch ein Trend festzustellen, dass sich viele Menschen, gerade Jüngere, erstmals für ein Ehrenamt interessieren. Sie sind evtl. in Kurzarbeit, arbeitssuchend, sitzen den ganzen Tag im Home Office und möchten eine Aufgabe mit Sinn. Sie wollen in dieser schweren Zeit ein positives Signal setzen, sind dankbar für die eigene Lebenssituation und möchten dies weitergeben.

Außerdem weicht durch die digitalen Formate die regionale Begrenzung zunehmend auf. So kommen mittlerweile Menschen aus ganz Deutschland im freiwilligen Engagement zusammen. Und der Austausch von Erfahrungen und Ideen zwischen den Regionen und verschiedenen Städten wird immer mehr möglich. Hier ist Synergie erfahrbar.

Alles anders, alles online, aber wie klappt das denn dann mit den Emotionen eigentlich?

Nähe und Emotionen leben von guten Beziehungen, die es schon gibt. Sie neu über die digitalen Wege aufzubauen ist etwas schwieriger. Bewusste und kreative Planung ist auch hier gefragt.

Von besonderen und mit persönlichen Komplimenten versehenen Weihnachtskarten, über Videos, die einen persönlich-emotionalen Eindruck von einer Organisation verschaffen, bis hin zu der dauerhaften dialogischen Kommunikation zwischen Ehrenamtlichen und Organisationen – alles, was dazu beiträgt, Emotionen und Nähe zu schaffen, ist gefragt.

Dennoch, es gilt wahrscheinlich für alle, dass wir eigentlich doch sehr auf die Präsenz und die analogen Begegnungen hin fiebern– denn, besonders soziales Engagement lebt von Begegnung, der Chemie zwischen Menschen und der Atmosphäre.

Also, halten wir durch und hören doch so lange einfach weiter Podcasts…


Podcast “NGO mit Oh”

Ansprechpartnerin

Bild3-laura

Laura Stanischeff

Veranstaltungskalender

<< Juni 2021 >>
MDMDFSS
31 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 1 2 3 4

Jetzt Newsletter abonnieren!

Was bewegt unsere gemeinnützige Welt?

Mit unserem kostenfreien Newsletter bleiben Sie stets informiert.
logo-schomerus-w-200x45

„Vertrauensvoll. Verbindlich. Verlässlich. Dafür stehen wir, und das an Ihrer Seite.“

Das Besondere unserer Beratung ist, dass wir für Sie und mit Ihnen den Blick von Außen übernehmen. Dabei gehen wir über den IST Zustand hinaus und legen den Fokus auf Ihr Potenzial. So stellen wir gemeinsam die operativen Weichen, die es braucht, damit Sie Ihr Ziel auch erreichen können.

Viel Freude für Fundraising, für Sie. – Herzlich, Ihr SCHOMERUS-Team

Standorte

Deichstraße 1 | 20459 Hamburg
Tel. 040 / 8221 611 00
Fax 040 / 37 601 - 199

Bülowstraße 66 | 10783 Berlin
Tel. 030 / 23 60 88 6 - 6000
Fax 030 / 23 60 88 6 - 6199

Möhlstraße 35 | 81675 München
Tel. 089 / 20 80 49 - 801

Königsallee 61 | 40215 Düsseldorf
Signature by Regus
Tel. 0211 / 54082 – 001
Fax 0211 / 42471 – 450

© Copyright 2021 SCHOMERUS Consulting GmbH